SHDW & Obscure Shape – Die Durchstarter aus Schwaben

SHDW & Obscure Shape feiern derzeit große Erfolge mit ihren "FromAnother Mind"-Events und ihren EPs! SHDW & Obscure Shape feiern derzeit große Erfolge mit ihren "FromAnother Mind"-Events und ihren EPs!

SHDW & Obscure Shape – Die Durchstarter aus Schwaben

SHDW & Obscure Shape sind derzeit in aller Munde im Techno-Business. Nicht nur wegen ihren extrem beliebt From Another Mind-Events, sondern auch wegen ihren EPs „Nachtblende“ und „Die weiße Rose“. Die beiden legen einen enormen Arbeitseifer an den Tag und wurden dafür auch belohnt: Von den Lesern des Groove-Magazine wurden Sie zu den besten Newcomer in 2016 gewählt. Chapeau!

Interview: Teo Hentzschel

Hallo ihr zwei! 2016 war euer Jahr: Eure Tracks wurden 2016 gefühlt so viel gespielt wie nie und die Wahl zum „Newcomer des Jahres 2016“ durch die Groove-Leser. Hättet ihr das am Silvesterabend 2015 so erwartet?
Hi zusammen, vielen lieben Dank für die Einladung. Nein, damit haben wir definitiv nicht gerechnet. Wir hätten z.B. niemals gedacht, dass wir es bereits mit der ersten Veröffentlichung („Nachtblende EP“) in die Charts der „20 besten EPs in 2015“ des Groove Magazins schaffen oder eine Anfrage vom Berliner Berghain bekommen. 2016 haben wir uns dann auf wenige Projekte konzentriert und sind sehr glücklich darüber, dass u.a. „Die Weisse Rose EP“ so gut angekommen ist.

Was taugt euch mehr, die intime Clubshow oder ein großes Festival?
Natürlich ist es immer ein cooles Gefühl vor vielen Leuten auf einer großen Bühne zu spielen. Allerdings haben wir bisher noch nicht auf so vielen Festivals gespielt. Dieses Jahr haben wir zum ersten Mal einen vollen Kalender mit einigen Festivals, u.a. das Awakenings Festival in Holland oder das Sonus Festival in Kroatien. Wir sind schon sehr gespannt darauf, was uns in den nächsten Monaten erwarten wird. Allerdings taugen uns die intimen Clubshows mehr. Hier ist man mehr mit der Crowd verknüpft, man spürt den Vibe deutlich intensiver und man ist flexibler. Das düstere und magische in einem Club kann man auf keinem Festival in diesem Sinne spüren. Das Gefühl dort ist einfach anders, eine andere Anspannung, was aber trotzdem einzigartig ist.

Eure From Another Mind Events haben mittlerweile einen krassen Stellenwert. Wie würdet ihr die Events jemandem beschreiben, der noch nicht da war? Was macht den Erfolg aus?
Mit „From Another Mind“ haben wir ein ganz klares Konzept, angefangen bei der Artwork über die Musik bis hin zur Promotion. Wir selektieren die Künstler, welche wir bei uns einladen, sehr bewusst. Die Musik und DJ-Sets von ihm stehen an oberster Stelle, hier ist es uns egal, ob dieser sehr bekannt ist oder gerade erst neu in der Szene ist. Meistens sind es aber Künstler, die fernab des Mainstreams fungieren oder noch nie in Stuttgart bzw. München gespielt haben. Die Gäste wissen welcher Sound sie bei uns erwartet, ganz egal ob sie den Mainact kennen oder nicht, was ein wichtiger Erfolgsfaktor ist. Deshalb sind auch unsere Parties sehr intensiv und der Vibe reißt einen regelrecht mit, man kommt einfach gerne wieder.

SHDW & Obscure Shape sind derzeit gefragter denn je im Techno-Zirkus…
SHDW & Obscure Shape sind derzeit gefragter denn je im Techno-Zirkus…

Bewegt ihr euch privat auch abseits der elektronischen Musik?
Privat hören wir beide sehr gerne auch deutsche Rapmusik, wie z.B. Bushido. Vor allem während dem ganzen Reisen ist das ein toller Ausgleich. Wir haben auch viele Ambient Platten, die wir zum Entspannen anhören.

Neben der Romy, wo ihr im April euer dreijähriges mit den From Another Mind Events feiert, seid ihr auch im MMA in München vertreten. Was unterscheidet die Crowd in den zwei Städten? Wird München dem Vorurteil gerecht ein wenig „versnobbter“ zu sein?
Nein, überhaupt nicht. Anfangs hatten wir genau das gleiche Vorurteil, allerdings wurden wir bereits bei der ersten Party vom Gegenteil überzeugt. München und Stuttgart unterscheiden sich nicht nur im Club selbst, da das MMA deutlich düsterer ist als die Romy S., sondern auch teilweise in der Crowd. In München sind die Gäste noch etwas mehr open-minded, was die Musik betrifft. Wenn wir in Stuttgart einen sehr unbekannten Künstler buchen, merken wir das schon etwas mehr am Gesamtfeedback. Erwähnen sollte man auch, dass wir in München auch seltener eine Konkurrenzveranstaltung haben, da das MMA im Techno-Genre bisher hier der Platzhirsch ist. Der Vibe ist in beiden Städten sehr intensiv und ist jedes mal ein tolles Erlebnis.

Was erwartet eure Fans 2017?
Im Mai kommt unsere erste 12“ EP auf dem Label Rekids heraus. Des Weiteren arbeiten wir gerade an der FAM005, welche noch dieses Jahr erscheinen soll. Neben den Eigenproduktionen werden wir auch den einen oder anderen Remix vermutlich machen. Mit der Party-Reihe wollen wir weiterhin expandieren, nachdem wir dieses Jahr bereits Darmstadt und Ludwigshafen in Angriff genommen haben. Außerdem wollen wir noch ein paar weitere Features bei From Another Mind einbinden, wie z.B. eine Podcast-Serie oder einen Merchandise-Shop. Man darf gespannt sein!