Studieren und Fußballkarriere?! Teil 1

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Studieren und Fußballkarriere?!

Manch einer träumt von einer Karriere als Fußballstar, manch einer von einer Akademikerlaufbahn. Der ein oder andere schafft es auch. Und dann gibt es auch noch die, die schaffen einfach mal beides. Zwei junge Profifußballer, die neben ihrer Sportlerkarriere auch noch studieren, haben uns unsere wichtigsten Fragen beantwortet. Teil 1:

Gerrit Wegkamp

Bevor der 24-jährige Gerrit Wegkamp zum VfR Aalen kam, spielte er für Vereine wie den FC Bayern München oder Fortuna Düsseldorf. Wenn er nicht gerade mit Uniaufgaben oder dem Training beschäftigt ist, spielt der Stürmer in seiner Freizeit am liebsten Basketball.

Was studierst du?
Ich absolviere ein Fernstudium zum Sportbetriebswirt an der Deutschen Sportakademie Köln.

Wie kam es zu deiner Entscheidung neben der Sportlerkarriere noch zur Uni zu gehen?
Ich denke bereits heute an die Zeit nach meiner aktiven Karriere. Da es die Zeit neben dem Fußball beim VfR Aalen noch zulässt, habe ich mich für dieses Fernstudium entschieden.

War nur Fußball jemals eine Option für dich?
Fußball war immer die erste Option für mich. Ich habe mein Abitur gemacht und mich dann für den Weg in den Profifußball entschieden. Wäre daraus nichts geworden, hätte ich gleich im Anschluss studiert.

Wie sieht dein typischer Tagesablauf aus?
Der wird weitgehend durch den Fußball bestimmt. Wir absolvieren sechs bis sieben Trainingseinheiten pro Woche, dazu kommen am Wochenende die Spiele. Hinzu kommen noch Öffentlichkeitstermine des Vereins wie Autogrammstunden, Schulbesuche oder ähnliches.
In meiner freien Zeit versuche ich dann Zeit für mich zu haben und für mein Studium zu lernen – mal mehr, mal weniger.

Wie geht es nach deinem Abschluss weiter?
Der Plan ist, danach die Weiterbildung zum Sportfachwirt (IHK) anzugehen.

Wie viele weitere Spieler kennst du, die ähnliche Wege gehen?
Bei uns in der Mannschaft haben sich Thomas Geyer und Maximilian Welzmüller für den gleichen Schritt entschieden.

Was sagen andere Teammitglieder zu deiner Entscheidung, nebenbei noch zu studieren?
Sie sehen diesen Schritt als völlig normal und bewerten ihn mit Blick auf die Zeit nach der aktiven Fußballer-Laufbahn als absolut sinnvoll.

Was sagen Eltern und Freunde zu deinem eher ungewöhnlichen Werdegang?
Die Reaktionen sind auch hier durchweg positiv. Meine Eltern haben sich diesen Schritt immer gewünscht und freuen sich, dass ich ihn gegangen bin.

Könntest du dir vorstellen, deine Fußballkarriere für ein Angebot aus deiner „Studienbranche“ an den Nagel zu hängen?
Nein. Solange ich gesund bleibe, werde ich weiterhin meiner großen Leidenschaft Fußball auf dem Platz nachgehen. Nach dem Karriere-Ende beginnt dann ein neues Kapitel, auf das ich mich bereits jetzt bestmöglich vorbereite.