Neues IHK-Bildungszentrum in Aalen

Gebäudeeingang

Neues IHK-Bildungszentrum in Aalen

Wenn dieses Heft fertig gedruckt ist, sind es nur noch wenige Tage, bis der Startschuss für eine neue Ära der überbetrieblichen Ausbildung fällt: Am 9. Dezember 2017 öffnet das neue IHK-Bildungszentrum in Aalen seine Pforten und es wird zum „Tag der offenen Tür“ geladen. Eine ideale Möglichkeit, die hochmoderne Ausbildungsstätte kennenzulernen und die einzelnen Ausbildungsstationen zu besuchen.

Alle Zeichen auf Zukunft

Dem eigentlichen Bau des neuen IHK-Bildungszentrums ging ein großer, europaweit ausgeschriebener Architektenwettbewerb voraus. Mehr noch: Vor dem Entschluss für einen Neubau wurde zunächst geprüft, welche Maßnahmen nötig wären, um das aus dem Jahr 1978 stammende, aktuelle IHK-Gebäude den heute geltenden brandtechnischen und energetischen Anforderung anzupassen. Eine solche Generalsanierung musste mangels Wirtschaftlichkeit allerdings ad acta gelegt werden.

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Dank der Unterstützung von Bund und Land konnte schließlich der Neubau oberhalb der Stiewingstraße neben dem Berufsschulzentrum auf den Weg gebracht werden. Über drei Jahre ist es nun her, dass ein Expertengremium in der Festhalle in Aalen-Unterkochen den Sieger des Architektenwettbewerbs kürte: Die freien Architekten Tusker / Ströhle aus Stuttgart überzeugten mit ihrem Planungsentwurf. „Dieser Entwurf entspricht unseren Vorstellungen und damit dem Selbstverständnis einer selbstbewussten IHK. Damit können wir eine städtebauliche Visitenkarte für Aalen realisieren“, sagt der damalige IHK-Präsident Helmut Althammer.

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Der Weg zum Neubau

Tatsächlich wird der Neubau neue Maßstäbe in der dualen Ausbildung in der Region setzen! Das langgestreckte, zweigeschossige Gebäude überzeugt nämlich nicht nur mit seiner modernen Optik – in einem Bildungszentrum kommt es schließlich auch auf die inneren Werte an. Dort, im Innern, finden sich Labore, Werkstätten und Klassenzimmer, die nach modernsten Kriterien eingerichtet wurden. Und auch aus ökologischer und ökonomischer Sicht stehen bei diesem Bauprojekt alle Zeichen auf Zukunft. Eine hochwertige Gebäudehülle, Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung, Photovoltaikanlagen auf dem Dach und außenliegende Sonnenschutzanlagen sind nur einige Aspekte des energetischen Konzepts, das dem Gebäude zugrunde liegt.

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„Die räumliche Innengestaltung bietet sowohl Orte der Begegnung und Kommunikation, als auch Bereiche des Rückzugs und der Gruppenarbeit. Mit den attraktiven Aufenthaltsbereichen im Innen- und Außenbereich und den flexibel umsetzbaren Arbeits- und Lernarrangements entsteht ein nachhaltig lebendiger Lernort“, beschreibt Architektin Andrea Ströhle.

Durch die flache und ruhige Form zeichne der Bau die landschaftliche Höhenrückensituation nach – „als selbstverständliche Symbiose aus gebauter und landschaftlicher Formation, die zurückhaltend und doch zeichenhaft den Stadteingang prägt.“

Aus Tafel und Kreide werden Displays

Für die Auszubildenden zählt natürlich allem voran, wie gut die Werkstätten, in denen sie ihren Beruf erlernen, ausgestattet sind. „In Zukunft wird es zu keinen Engpässen bei der Maschinenausbildung mehr kommen. Jeder Auszubildende kann zu jeder Zeit mindestens an einer Maschine ausgebildet werden. Dadurch kann künftig die Grund- und Maschinenausbildung nahtlos ineinander übergehen“, freut sich Bernd Schrimpf, Leiter des IHK Bildungszentrums, über die umfassende Erneuerung und Erweiterung des Maschinenparks im Zuge des Neubaus. Für die Ausbildung sämtlicher Metall- und Elektroberufe stehen selbstverständlich eine Werkstatt für die klassische
Metall-Grundausbildung, eine Schweißwerkstatt sowie ein ganz neues Elektrolabor zur Verfügung. „Die Kreidezeit ist vorbei“, witzelt Schrimpf außerdem und meint damit, dass man Tafel und Kreide im neuen Bildungszentrum vergeblich suchen wird. Stattdessen werde der Unterricht in digitalen Klassenzimmern mit großen interaktiven Displays an der Wand und fahrbaren Touch-Displays stattfinden. Hier wird Industrie 4.0 greifbar.

P1010362_kleinGrundsteine für den beruflichen Aufstieg

Die IHK Ostwürttemberg qualifiziert Azubis, sie bietet aber ebenso für bereits Berufstätige ein breites Weiterbildungsprogramm an. Parallel zur Eröffnung des neuen Bildungszentrums wurde dieses um weitere Themenbereiche ergänzt – Persönlichkeitsentwicklung oder Betriebswirtschaft sind beispielsweise neu im Programm. Das umfassende Angebot an Seminaren, Lehrgängen und Workshops reicht von A wie Azubi bis Z wie Zoll, sodass jeder die berufliche Weiterbildung findet, die zu ihm passt. „Eine duale Ausbildung und eine IHK-Weiterbildung sind die besten Grundsteine für den beruflichen Aufstieg. Man sieht, der Slogan „Karriere mit Lehre“ hat dadurch noch mehr an Bedeutung gewonnen“, fasst Cornelia Kirchmayr, Leiterin des Geschäftsfelds Weiterbildung der IHK Ostwürttemberg, zusammen.

TAG DER OFFENEN TÜR

Sa 09.12.2017
Blezingerstr. 3, 73430 Aalen
von 13:30 Uhr – 17:00 Uhr
Anmeldung gerne an:
▶ krausz@ostwuerttemberg.ihk.de