Auf [k]eine Kippe mit HENSHO

HENSHO-Pressefoto2-Credits-Florin-Fleig

Auf [k]eine Kippe mit HENSHO

Treffen Sie den Zeitgeist? Wenn, dann unbewusst! Dafür treffen sie direkt ins Herz – mit einer Ehrlichkeit, die man nicht einmal in einer Therapiesitzung an den Tag legen würde. Sie machen die Musik, die sie gut finden, wollen langsam wachsen und vor allem in Erinnerung bleiben. HENSHO sind Kleinstädter, die große Rocksongs schreiben. „Kein Berlin“ nennt sich die aktuelle Single und ist eine Ode an die Kleinstadt – eine Hymne für das Dorf. Wir haben uns mit den Jungs aus Schwäbisch Gmünd unterhalten…

Moin Jungs, einer von euch ‘n Feuer?
Clipper oder Zippo?

Eure neue Single „Kein Berlin“ wurde vergangenen Monat veröffentlicht. Wenn man so lange an einem Track inklusive Video arbeitet, Herzblut und Leidenschaft hineinsteckt, ist man doch bestimmt nervös was das Urteil der Freunde und Fans angeht?
Teo: Ja, tierisch. Bei „Kein Berlin“ hatten wir alle das Gefühl, dass dieser Song ein ganz besonderer ist und gerade auch den Nerv der Zeit trifft. Wir haben uns beim Sound und auch beim Video, das unser Freund Florin Fleig gemacht hat, extrem viel Mühe gegeben, die Emotion und Aussage des Songs so gut wie möglich zu transportieren. Wir hatten einfach große Erwartungen und haben sie uns selbst erfüllt. Außerdem sind wir überglücklich, dass der Song so positiv angenommen wird!

Letztendlich dürftet ihr mit dem Song die meisten überzeugt haben, dass HENSHO das Zeug für „The Next Big Thing“ hat. Klingt gut, oder?
Teo: Ja, das klingt verdammt gut, aber im Endeffekt entscheidet Zufall, Glück oder beides maßgeblich über den Erfolg einer Band. Das hat man nicht in der Hand. Man kann nur alles möglichst in die richtige Richtung lenken.

Ihr seid alle um Schwäbisch Gmünd herum aufgewachsen und habt hier eure künstlerischen Wurzeln. Was verbindet ihr besonders mit eurer Heimat?
Teo: Ich mag das übersichtliche an unserer Kleinstadt, die gewohnten Plätze und Menschen um mich herum und die kleinen Kneipen. In meinem Kopf herrscht so viel Chaos, dass ich froh bin, wenn mein Umfeld ein geregeltes ist.
Tobi: Mir gehts nicht direkt um den Ort an sich, sondern um die Musik, wo ich meine Freunde habe und ich einfach ich selbst sein kann – ohne mich zu verstellen.
Max: Die Familie und Geborgenheit, ich habe hier alles was mir wichtig ist um mich.

Braucht man eurer Meinung nach auf Dauer doch die Großstadt um bekannt zu werden oder schafft man es über die Bühnen der Käffer irgendwann auch auf die großen Stages?
Teo: Die Großstadt mag zwar vieles leichter machen, aber wenn die Musik scheiße ist, ist sie das auch in Hamburg, Köln, München oder sonst wo. Ergo: Wir sind der Meinung, dass sich Qualität durchsetzt – unabhängig vom Standort.

Ihr hättet aber sicher nichts dagegen wenn „Kein Berlin“ auch mal die Konzerthallen der Hauptstadt zum beben bringt?
Teo: Quatsch, ganz im Gegenteil! Der Song darf nicht falsch verstanden werden. Wir mögen Berlin und sind dort auch ab und an. Pflicht ist immer ne Nacht im Tresor. „Kein Berlin“ richtet sich lediglich an die Menschen, die in eine Großstadt gezogen sind und nicht (mehr) verstehen können, dass das Leben in der Kleinstadt und im Dorf auch erfüllend sein kann.

In letzter Zeit häufen sich die Gigs in eurem Terminkalender. Was darf bei euch im Bus auf gar keinen Fall fehlen?
Tobi: Bier ist im Bus elementar und ne Playstation ist auch fein!
Max: Der Geruch nach Zigaretten und ein paar gute CDs.
Ben: …und das sagt er als Nichtraucher (lacht)!

(Foto: Florin Fleig / Interview: Dennis Bacher)