Auf [k]eine Kippe mit MATU

Auf [k]eine Kippe mit MATU

MATU steht für ehrliche und handgemachte Musik, die ins Ohr und unter die Haut geht. Getreu dem Motto, dass Deutsch Pop kein Schimpfwort ist, reihen sie sich zwischen den Großen ein, bringen jedoch ihren ganz eigenen Stil in das Genre mit. Die Jungs wollen Momente einfangen anstatt glatte Klischees zu bedienen und bleiben sich dabei immer selbst treu. Die Boybandreform, so nannte es die Stuttgarter Zeitung – weil MATU aus dem gewöhnlichen Raster herausbricht. Die Jungs spielen ihre Shows komplett live und stehen zu ihren Macken. Denn die Ecken und Kanten sind das, was die Band zu dem macht, was sie ist. Und jetzt die Frage: was bleibt? Eine Boyband, die eigentliche gar keine ist – Fünf junge Musiker, die mit Leidenschaft und Motivation am Werk sind und frischen Wind in das Pop-Business bringen. MATU traut sich, aus dem Schema auszubrechen und bleibt sich dabei auf ganzer Linie selbst treu. Das Debütalbum ist erst der Anfang – und alles was bleibt kommt danach.

Interview: Tom Jentsch / Fotos: Linda Ambrosius

2013 gegründet und mittlerweile über 2 Millionen Spotify-Aufrufe… von Fellbach in die weite Welt… habt Ihr Euch eigentlich hingesetzt und einen Plan gemacht, oder kam einfach so eins zum anderen?
Die Entstehung unserer Musik, die EP und nun das Album, war mit viel Planung und Arbeit verbunden. Der damit eingehende Erfolg ist natürlich nicht planbar, lässt es aber auch spannend bleiben. Solange die Leidenschaft bleibt, machen wir uns da auch keine Sorgen.

Bei Spotify starten wohl viele mit Eurem Track „Morgenkaffee“ ihren Tag. Was braucht Ihr selbst für den optimalen Start in den neuen Tag?
Natürlich einen leckeren und entspannten Morgenkaffee. 😉 Darüber hinaus kann ein gutes Lied jeden in die richtige Stimmung für den Tag versetzen.

„Alles was bleibt“ habt Ihr Euer Debutalbum getauft. Was steckt hinterm Titel und was beibt denn eigentlich alles?
Heutzutage ist vieles schnelllebig und vergänglich. Wir haben mit dem Album nach Dingen gesucht die uns aus diesem Sog herausziehen. Dabei durften wir feststellen, dass für jeden von uns unterschiedliche Themen dazu gehören. Für den einen ist es das „Zuhause“, für den anderen wiederum eine Person bei der man sich geborgen fühlt. In jedem Fall aber, sind es Dinge die bleiben, wenn auch nur in Form einer Erinnerung.

Die Releaseshow zu Eurem Album fand im Konzertsaal der Fellbacher Musikschule statt – habt Ihr da eine persönliche Verbindung oder gabs keine Alternative in Fellbach?
Beim Hören des Albums merkt man, dass wir eine Heimat verbundene Band sind. Der Großteil von uns hat auf genau dieser Musikschule sein jeweiliges Instrument erlernt. Während der Unterichtsstunden hat man sich schon mal vorgestellt wie es wohl sein mag diesen wunderschönen Saal mit der eigenen Band zu bespielen. Als sich die Möglichkeit ergab zögerten wir nicht. Die damaligen Vorstellungen wurden übertroffen. Es war großartig!

Ihr wart teilweise schon zusammen auf der Schule, im Moment steht aber wohl Matu als oberste Priorität – das Thema Schule/Beruf/Studium ist also erst mal aufgeschoben, oder managt Ihr das noch so nebenher?
Matu steht bei uns allen an oberster Stelle. Da jeder von uns selbständig ist und das große Glück hat, sich die Zeit frei einteilen zu können, funktioniert das auch sehr gut. Natürlich gehen wir auch hier und da mal einen Kompromiss ein, aber die Liebe zur Musik entlohnt einen am Ende dann doch immer.

Euer Produzent Benedikt Maile hat auch schon für Xavier Naidoo und Andreas Gabalier gearbeitet – sind das auch Acts, die Ihr im heimischen Regal bzw. In Euren Playlists stehen habt oder was findet sich da so?
Wir haben auf Spotify unter unserem Matu Profil eine Playlist die „Hits von gestern“ heißt und diese Antwort perfekt beantwortet!

Heimatverbundenheit ist eines Eurer Themen auf dem neuen Album. Was ist denn Heimat für Euch?
Heimat kann sehr vieles sein! Man kann Sie auch im Vagabundenleben finden. Das versuchen wir so gut es geht auf Tour. Letztendlich ist Heimat für uns der Ort, an dem unsere Famile und Freunde leben.

Wenn Ihr aus Felbach wegziehen müsstet – wo würde es Euch am ehesten hinziehen?
Wir sind viel in Deutschland unterwegs und immer wieder erstaunt wie viele schöne Flecken dieses Land zu bieten hat! Zum Glück steht es in der Realität nicht zur Debatte, aber wenn alle Stricke reisen würden, wäre es warscheinlich Hamburg oder eben doch „Unser Paris“!