Matu – Alles Was Bleibt

Matu – Alles Was Bleibt

Im Laufe meiner Zeit als Musikredakteur habe ich unter anderem eines gelernt: es gibt Momente, an denen sollte man Diplomatie walten lassen. Dieser ist einer davon. Ich hätte nach dem Lesen der Band-Bio wirklich nicht mehr auf Play drücken müssen. Meine Angst vor Musik, die sich selbst „ehrlich und handgemacht“ nennt, scheint begründet.
Bereits erschienen
Motor Entertainment (Edel)
Man behauptet zwar keine Klischees zu bedienen, aber alleine der Text ist schon der Beweis des Gegenteils. „Ein ganz eigener Stil, der unter die Haut geht“ mit „Ecken und Kanten“, die „mit Leidenschaft frischen Wind in das Pop-Business“ bringen. Muss man mehr sagen? Das „Qualitätssiegel“ der Stuttgarter Zeitung als „die Boybandreform“ macht es zudem leider nicht besser. Ich habe natürlich trotzdem auf Play gedrückt. Aber- es tut mir auch wirklich leid- ich habe ehrlich nur eineinhalb Songs ausgehalten. Für mich ist das als ob jemand gerade einen Laster voll mit Styropor auslädt. Aber ich bin mir sicher, die fünf Jungs sind zum Einen wirklich, wirklich nett und zum Anderen es gibt einige Leute, die mit meiner Meinung nichts anfangen können – und vor allem auch nichts darauf geben. Es ist Euer gutes Recht.