Insta Profil des Monats: @eatthisorg

Alter: 36 / Wohnort: Ulm
Beruf: Grafiker, Webdesigner, Kochbuch-Autoren und Foodfotografen 

 

Nadine und Jörg – beides Grafiker, Webdesigner, Veganer und Freunde von schönen Dingen, wie sie sich selbst betiteln. Außerdem sind die beiden waschechten Foodies, S riracha-Addicts, Kochbuch-Autoren und Foodfotografen! Auf ihrem Insta-Profil @eatthisorg sowie auf ihrem gleichnamigen Blog teilen sie ihre liebsten, veganen Rezepte, die meist sogar selbst kreiert sind.

Vegan leben sie schon seit 2006 – seit 2011 starteten sie dann ihren Blog. Eat this! ist gesunde, rein pflanzliche Küche, ohne das in den Vordergrund zu stellen. Die beiden Ulmer haben Spaß am Kochen und lieben frische, saisonale Zutaten und Rezepte, die sich leicht in den Alltag integrieren lassen. Ein veganer Foodblog für alle eben!

 www.eat-this.org 

Hallo Nadine, Hallo Jörg – super, dass es mit dem Interview geklappt hat! Seit 2011 betreibt ihr ja schon zu zweit euren Blog. Wie sind bei euch untereinander die Rollen verteilt?
Vielen lieben Dank für das tolle Feature! Unsere Rollen sind jedenfalls nicht strikt getrennt. Wir kochen beide gern, tüfteln leidenschaftlich an Rezepten. Bei den Fotografien drücke ich (Jörg) dann eher auf den Auslöser, Nadine weiß eher, welcher Teller auf welchem Untergrund und mit welcher Deko perfekt passt.

Der Blog ist ja neben euren regulären Jobs schon eine ziemlich umfangreiche Nebentätigkeit. Wie bringt ihr das alles unter einen Hut?
Wir sind in der glücklichen Position, dass Eat this! mittlerweile eigentlich zu unserem Hauptberuf wurde. Allerdings haben wir hier ja auch viele Aufgaben unter einen Hut zu bringen, da wir eben vom Content über die Bücher bis hin zum Bürokratischen alles selbst machen. Das fordert heraus, macht aber auch jede Menge Spaß … also, bis auf das Bürokratische. 😀

Von einem neuen Rezept bis zum fertigen Post – wie viel Zeit benötigt ihr dafür, welche Steps durchlauft ihr?
Das kann echt unterschiedlich ausfallen. Manchmal hat man eine Idee, stellt sich direkt in die Küche, fotografiert, solange das Gericht noch heiß ist und auch der Text springt geradezu aus der Tastatur. Manchmal tüftelt man auch ein wenig länger am Rezept herum oder experimentiert beim Fotografieren. Im Schnitt wird ein Post wohl so einen Tag Arbeit ausmachen. Und dann kommt eben das regelmäßige Posten in den sozialen Medien, die Beantwortung von Kommentaren und Leserfragen.

Dass Essen fast von jedem eine große Leidenschaft ist, ist ja nichts Neues. Aber selbst Rezepte zu kreieren, ist schon eine andere Nummer. Wie hat sich das entwickelt und was war euer erstes
selbstkreiertes Gericht?
Wir sind beide schon lange vegetarisch unterwegs und haben uns unabhängig voneinander bereits um 2005 herum dazu entschlossen, vegan zu werden. Damit waren unsere Familien dann zunächst etwas „überfordert“ und auch wenn wir schon vorher gern gekocht haben, blieb uns nichts anderes übrig, als selbst in der Küche zu experimentieren. Dabei entstanden dann sicherlich auch die ersten selbst kreierten Rezepte – die heute aber sicher kein Renner mehr würden.

Gibt es eine bestimmte Lieblingszutat oder ein Gewürz, das bei euren Gerichten nicht fehlen darf?
Frische Kräuter sind bei uns echt essentiell. Man glaubt nicht, wie einfach man das schnelle Abendessen durch ein bisschen frisch gehackte Petersilie auf ein neues Level heben kann.

 

Im Schnitt wird ein Post wohl so einen Tag Arbeit ausmachen. Und dann kommt eben das regelmäßige Posten, Beantworten von Kommentaren und Leserfragen. 

 

Unter den ganzen Rezepten – Habt ihr einen All-Time-Favorite, der einfach immer geht und nie langweilig wird?
Wir können immer Sushi essen. IMMER!

Viele denken, dass das vegane Leben nur aus Beilagen essen besteht. Wollt ihr den Menschen mit eurem Blog gerade das Gegenteil aufzeigen? Welche tiefere Mission steckt hinter eurem Blog?
Diese „tiefere“ Mission hat sich erst über die Jahre ergeben. Ursprünglich wollten wir einfach unsere Rezepte mit anderen teilen. Aber du hast recht, wir freuen uns riesig, dass wir mit Eat this! zeigen können, dass die vegane Küche eben alles andere als langweilig ist und auch nicht nur aus Beilagen oder – das andere Extrem – aus teuren Ersatzprodukten besteht. Und das Leser-Feedback bestätigt uns das auch. 

 


Goji-Ingwer-Shots

 Zutaten für 500 ml
× 4 EL Goji-Beeren getrocknet
× 1 daumengroßes Stück Ingwer
× 1 Dattel
× 1 Orange gepresst
× 1 Zitrone gepresst
× 1 Prise Salz
× Eiswürfel optional

Die Goji-Beeren in 100 ml Wasser 1 Stunde einweichen. Danach die Goji-Beeren, das Einweichwasser, die übrigen Zutaten und 500  ml kaltes Wasser in einen Mixer oder High-Speed-Blender geben und glatt mixen. Tipps: Am besten du genießt den Drink wegen der Vitamine frisch! Genial schmeckt er auch mit einem Schuss Kombucha. 


 

Egal um welche Uhrzeit, sobald man einen Foodblog durchschaut, wird man automatisch hungrig. Da ihr euch am Tag sehr viel mit Essen beschäftigt, müsste euch ja dauernd der Magen knurren. Ist das wirklich so?
Naja, wir müssen das ganze fotografierte Essen ja auch verputzen, also wirklich hungrig werden wir eigentlich nur bei längeren Shootings, bei denen die Mittagspause auf der Strecke bleibt. Aber natürlich haben wir auch andere Interessen und ab und zu genießen wir auch einfach ein belegtes Brot – ohne viel Aufwand.

Von der Gründung 2011 bis jetzt ist sehr viel passiert. Ihr habt sogar schon eigene Kochbücher herausgebracht. War das schon immer euer Traum oder wie kam’s dazu?
Ein eigenes Kochbuch war ein bisschen ein Traum, vor allem aber eine neue Herausforderung. Wir haben dann ein paar Ideen, Rezepte und Layout-Ideen zusammengebastelt und an Verlage geschickt und dann ging es ganz schnell mit der Zusage von NeunZehn, worüber wir immer noch wahnsinnig dankbar sind. Dass unsere Namen nur wenige Jahre später auf insgesamt vier Büchern stehen und diese auch in den USA erscheinen, war dann wirklich abgefahren.

Jetzt mal ganz ehrlich, wir wissen alle wie schwierig es ist, Essen zu fotografieren. Von oben, von seitlich, mit Blitz, ohne Blitz … Wie viele Fotos macht ihr von einem Gericht circa und habt ihr irgendwelche Tipps, damit es uns Hobby-Instagrammern genauso gut gelingt?
Gutes Licht ist das absolute A und O. Sucht euch eine Location mit indirektem, weichem Licht – ein Nordfenster ist quasi immer super. Mit dem Smartphone fotografiert man am besten von oben, an der DSLR fährt man mit einem sogenannten Normalobjektiv meist ganz gut. Wir wissen mittlerweile recht schnell, welche Perspektive funktioniert und welche nicht. Wir drücken also nicht mehr so häufig ab. Aber für die Übung knipst man lieber ein paar mehr Fotos, aussortiert sind die nicht so geglückten dann ja schnell.

Zum Schluss: Wenn ihr euch beim Essen zwischen Gabel und Löffel entscheiden müsstet – was würdet ihr wählen?
Hier sind die Rollen nun doch geteilt. Nadine greift immer zur Gabel, ich nehme immer Löffel. Warum könnten wir wohl beide nicht exakt erklären. 😀

 


Vegane Crêpes

 Zutaten für 8 Stk.
× 160 g Dinkelmehl Type 630
× 3 EL Tapiokastärke
× 3/4 TL Backpulver
× 1 Prise Salz
× 160 ml Pflanzenmilch
× 160 ml Wasser
× 1/2 TL Kokosöl

Die trockenen Zutaten vermengen, anschließend Pflanzenmilch und Wasser hinzufügen und zu einem homogenen Teig verquirlen. Etwas Kokosöl in eine Pfanne geben und etwa 1/2 Schöpfkelle Teig in die Mitte gießen. Pfanne sofort vorsichtig schwenken, so dass sich der Teig gleichmäßig dünn verteilt. Crêpe bei mittlerer Hitze etwa 1-2 Minuten pro Seite ausbacken. 

 


Eat this! © Nadine Horn & Jörg Mayer • eat-this.org