Die Orsons: Orsons Island

Okay Leute, Ihr müsst echt verdammt noch mal aufwachen. Und damit meine ich einfach alle, die Musik hören. Die Orsons sind so verdammt, fucking großartig, ich weiß gar nicht wo ich anfangen soll. Daher versuche ich es mit einem einigermaßen bildlichen Vergleich: die Orsons sind die besseren Fantastischen Vier. Einzeln genau so unterschiedlich, aber zusammen auf der Bühne eine reine Gefühlsexplosion in alle Richtungen. Laut, leise, fröhlich, nachdenklich, albern oder ernst – es ist alles mit dabei. Und es ist alles so fantastisch, kreativ und frisch inszeniert, dass man sich fragt, warum sind die vier Jungs eigentlich noch nicht mindestens genauso groß und bekannt wie die Fanta 4? Die Orsons müssten Stadien ausverkaufen, weil das, was die Jungs machen, ist Unterhaltung in der reinsten Form. Nie langweilig, nie gleich, nie vorhersehbar. Und ja, klar, ich denke ich weiß schon wo das Problem ist und der Grund dafür, dass das eben nicht so ist: es fehlen die einzelnen Hits wie zum Beispiel ein „Schwung in die Kiste“. Von denen bräuchten  sie mehr, um die Leute überhaupt erst mal darauf aufmerksam machen zu können wie gut und vielschichtig sie eigentlich wirklich sind. Ich denke sie könnten das mit Leichtigkeit, pro Jahr zwei Riesenhits rausjagen, aber ich glaube sie wollen das nicht. Sie wollen lieber ein sperrigeres „Grille“ machen, was aber trotzdem unfassbar im Ohr hängen bleibt, aber halt niemand mitsingen kann. Vielleicht stehen sie sich dabei auch nur hin und wieder mal selbst im Weg, weil vier so unterschiedliche Typen muss man eben auch erst mal unter einen Hut bringen. Ich habe die Hoffnung aber noch nicht aufgegeben, dass sie irgendwann den Konsens finden, vielleicht auch mit Hilfe von außen, dass sie z.B. mit einem Song a la „Troy“ und gleichzeitig mit einem wie „Grille“ genauso authentisch die Orsons sein können. Weil ganz ehrlich, es gibt eh keine Band, die nur annähernd vergleichbar wäre.

 VÖ: 02.08.
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Die Orsons © Monica Menez