Xavier Naidoo: Hin und Weg

Das wievielte Album das wohl inzwischen ist, dass ich meiner Tätigkeit als stets objektiver und investigativer Qualitätsjournalist besprechen darf? Ich weiß es nicht, aber die Vorstellung alleine macht mich schon müde. Ich meine, man hört sich halt immer und immer wieder die gleiche Platte an.

Seit Anbeginn Xaviers Tage klingt das alles so exakt gleich, dass man hier wirklich nicht unterscheiden kann ob wir 1998 oder 2019 haben. Man könnte an dieser Stelle natürlich auch von Verlässlichkeit sprechen und vielleicht ist es auch genau das, was Fans von ihm (hören) wollen. Denen ist es auch total egal, was er sonst so für krude Thesen zum Weltgeschehen ablässt oder in welcher Casting-Show er inzwischen nicht mehr sitzt. Gibt es denn überhaupt sonst noch irgendeinen Künstler in Deutschland, dem man eine derart sprunghafte und immer spröder werdende Haltung verzeiht als sei er der Messias persönlich? Ein Mann, eine Stimme – nicht mehr, nicht weniger?

 VÖ: 19.07.
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Foto: Thommy Mardo