Insta Profil des Monats: @tanjahauser.de

Vegan recipes by Tanja Hauser 

Alter: 40    /    Wohnort: Kornwestheim
Fotografin, Redakteurin & Bloggerin  

 

Bei Tanja Hauser dreht sich (fast) alles um Essen – privat auf ihrem Blog sowie beruflich als Redakteurin bei einem großen Lebensmitteleinzelhandel. Mit fast 11k Followern auf ihrem Instagram-Account @tanjahauser.de sowie auf ihrer Website ihana.life versorgt sie ihre Leser seit 2013 fast täglich mit neuen, innovativen und veganen Rezepten.

Ihre Mission dabei: Neue Rezepte ausprobieren und so aufzeigen, wie bunt und lecker die vegane Welt sein kann. Selbst liebt Tanja deftiges, würziges Essen und ist davon überzeugt, dass das auch vegan geht! Zu ihren Favoriten gehören dabei Beyond-Meat-Varianten, Kichererbsen und Hummus. Tanjas zweite Leidenschaft ist ganz klar die Fotografie – egal ob sie bei ihren Reisen eindrucksvolle Landschaften oder ihr neuestes Gericht vor der Linse hat. Erfahrt im Interview mehr über die Stuttgarterin…

 https://ihana.life 

Hallo Tanja! Danke für deine Zeit. Was machst du gerade?
Erst mal vielen lieben Dank für das Interview 🙂 Momentan arbeite ich sehr viel an meinem Blog. Ich habe ihn komplett neu aufgezogen und da muss noch so einiges gemacht werden. Außerdem plane ich auch bereits, welche Herbstrezepte es dieses Jahr geben wird. Da habe ich auch schon ganz viele Wünsche meiner Leser mit eingeplant. Was ich schon mal verraten kann: Der Herbst wird lecker.

Seit 2013 bloggst du aktiv. Wie kam’s eigentlich dazu? Welche Intention steckt dahinter?
Eine meiner Hauptintentionen war schon immer zu zeigen, dass eine pflanzliche Ernährung nicht nur Verzicht bedeutet. Mit meinen Rezepten kann ich zeigen, was pflanzliche Lebensmittel alles können und wie viele leckere Rezepte man daraus machen kann. Sicher, einige Dinge streicht man als Veganer von seinem Speiseplan. Aber es kommen so viele neue dazu. Richtig gut kochen und backen kann ich eigentlich erst, seitdem ich mich vegan ernähre. So ist man gewissermaßen gezwungen, auch mal Neues auszuprobieren. Und es lohnt sich!

Warum ausschließlich vegan? Was steckt dahinter?
Ich lebe seit 2014 vegan. Da war es die logische Konsequenz, dass auch mein Blog vegan wird. Kochen und Backen mit tierischen Produkten kann ich mir absolut nicht mehr vorstellen. Und das Schöne ist: Das alles braucht es auch nicht. Mittlerweile lässt sich das Allermeiste völlig problemlos ersetzen. Beim Kochen ist es nochmal wesentlich einfacher als beim Backen. Aber auch da habe ich mittlerweile den Dreh raus und weiß, wie man Eier, Milch und Co. ersetzen oder teilweise auch einfach weglassen kann. Ich glaube, das stellen sich viele wesentlich komplizierter vor, als es eigentlich ist. Vegan backen bedeutet im Übrigen nicht mit komplizierten Ersatzprodukten zu arbeiten, die man nur in ausgewählten Bio-Läden bekommt. Nein, alle meine Rezepte lassen sich mit Zutaten machen, die in jedem Supermarkt erhältlich sind. Und Vegansein bedeutet auch schon lange nicht mehr, nur trockene Beilagen zu essen. Im Gegenteil! Es gibt so viele neue Geschmacksrichtungen, die einen da erwarten.

Hast du, als du angefangen hast zu bloggen, gedacht, dass dein Blog jemals so viele Leser haben wird?
Nein, das hätte ich mir nicht träumen lassen. Natürlich hofft man das. Aber die Wahrscheinlichkeit ist eben groß, dass es nicht so sein wird.

Und Vegansein bedeutet auch schon lange nicht mehr, nur trockene Beilagen zu essen. Im Gegenteil! Es gibt so viele neue Geschmacksrichtungen, die einen da erwarten. 

Du hast auch schon diverse Auszeichnungen, beispielsweise den „Food Blog Award“, bekommen. Wie sehen deine Ziele für die Zukunft aus? Soll das Bloggen ein „Hobby“ bleiben oder kannst du dir vorstellen, das hauptberuflich zu machen?
Meine Arbeit als Redakteurin ist dem Bloggen in vielen Bereichen sehr ähnlich. So kann der eine Bereich vom jeweils anderen profitieren. Bei meiner Arbeit bin ich natürlich relativ stark an Inhalte, Themen und Produkte gebunden. Als Bloggerin kann ich tun und lassen, was ich möchte. Das ist ein schöner Ausgleich. Daher ist es so, wie es momentan ist, eigentlich perfekt.

Es gibt mittlerweile super viele, auch sehr professionelle vegane Food-Blogs. Was unterscheidet deinen Blog von den anderen?
Durch den Relaunch ist es nicht mehr nur ein Blog, sondern vielmehr ein Blogazine. Neben super einfachen Rezepten gibt’s zum Beispiel auch eine Rubrik, die ich „Inspiring Earthlings“ genannt habe. Da finden meine Leser Interviews mit tollen Menschen, die etwas zu erzählen haben und die auch mal den Blick über den Tellerrand wagen. Und natürlich schreibe ich hier auch über Tiere. In einem meiner letzten Beiträge habe ich zum Beispiel über ein malendes Schwein berichtet, das auf einem Gnadenhof in Südafrika lebt. Sehr unterhaltsam! In Zukunft wird es hier auch noch Wissenswertes über einzelne vegane Lebensmittel, neu entdeckte Lieblinge und Hilfestellungen zur veganen Ernährung geben.

Was bevorzugst du: Insta oder Website?
Ich liebe beides. Das kann man auch nicht wirklich miteinander vergleichen. Beides ist wichtig. Das eine ist die Plattform für meine Rezepte und Geschichten. Mit Instagram kann ich Menschen darauf aufmerksam machen und die Werbetrommel ein bisschen rühren.

Auf deinem Blog sind sehr viele Rezepte von süß bis salzig abrufbar. Wie viele davon sind Eigenkreationen und wie viel leitest du von schon bestehenden Rezepten ab?
Eigentlich sind alle meine Rezepte Eigenkreationen. Ich lasse mich natürlich gerne bei Pinterest und Co. inspirieren. Die Rezepte an sich denke ich mir dann aber selbst aus. Vieles passiert dann auch erst während des Kochens.

Wie gehst du bei der Neukreation eines Rezepts vor? Entsteht das durch Zufall und wie viele Anläufe brauchst du, bis du das Rezept auf deinem Blog veröffentlichst?
Das variiert von Rezept zu Rezept. Mittlerweile klappen die allermeisten Rezepte direkt auf Anhieb. Beim Kochen weiß ich, welche Gewürze und Zutaten ich wann einsetzen muss und was womit harmoniert. Und auch beim Backen bin ich wesentlich sicherer als noch vor zwei, drei Jahren.

Wie gehst du bei der Erstellung eines neuen Blog-Eintrags vor und woher nimmst du die Inspiration dafür?
Manche Themen und Rezepte fliegen mir einfach so zu. Inspiration kann dabei alles sein. Die Jahreszeit, aktuelle Themen, neue Produkte – aus allem lässt sich eine spannende Geschichte machen.

Das ist ja schon ziemlich aufwändig. Wie findest du die Zeit dafür neben deinem normalen Job?
Die nehme ich mir einfach. Mein Blog ist mir extrem wichtig. Natürlich gibt es immer viel zu tun. Rezepte entwickeln, kochen, backen, fotografieren, Bilder bearbeiten, Beiträge schreiben und so weiter. Aber Arbeit im eigentlichen Sinn ist das nicht für mich. Das Thema Veganismus liegt mir extrem am Herzen. Meinen Lesern zu zeigen, wie abwechslungsreich, einfach und lecker veganes Essen sein kann und die tollen Geschichten, die ich ihnen erzählen kann, das ist es mir sowas von wert 🙂

Deine absolute Lieblings-Zutat, die man fast in jedem deiner Rezepte findet?
Ich liebe würziges, deftiges Essen. Und ich mag es gerne exotisch. Kreuzkümmel und Koriander mag ich zum Beispiel sehr. Pasta, Suppen und Salate gehen immer. Neulich habe ich einen lauwarmen Süßkartoffelsalat gemacht. Mit Kichererbsen, Pinienkernen, Tomaten, Feldsalat und frischen Frühlingszwiebeln – eine unglaubliche Kombi.

…und etwas, womit man dich jagen kann?
Mit Fleisch- und Milchprodukten sowie Fisch kann man mich jagen. Allein der Geruch im Supermarkt ist mir meistens schon zu viel. Da schiebe ich meinen Einkaufswagen immer besonders schnell durch.

Inspiration kann dabei alles sein. Die Jahreszeit, aktuelle Themen, neue Produkte – aus allem lässt sich eine spannende Geschichte machen. 

 

 

Du wohnst gemeinsam mit deinem Mann bei Stuggi – dein Lieblingsort in der City?
Ich liebe diese Stadt. Es gibt hier so viele tolle Ecken. Ganz oft sind wir derzeit im Kunstmuseum. Wunderschön dort. Und im Körle und Adam in Feuerbach sollte man unbedingt mal gegessen haben.

Auch das Reisen ist eine große Leidenschaft von dir – vor kurzem erst warst du in Island. Wo geht’s als nächstes hin?
Ja, da kann man definitiv von einer Leidenschaft sprechen! Neue Orte kennenlernen und immer auf der Suche nach dem besten Fotomotiv – so kann ich perfekt abschalten. Das ist in Island natürlich unglaublich einfach. Deshalb geht es da im Oktober direkt nochmal hin. Neulich waren wir für einen Tag in Paris, denn auch spontane Kurztrips liebe ich sehr.

Mal abgesehen von Kochen, Reisen und Fotografieren – was machst du sonst so in deiner Freizeit?
Damit ist meine Freizeit eigentlich schon sehr gut gefüllt 🙂 Ich mache auch noch regelmäßig Sport – mindestens fünf Mal die Woche. Der perfekte Ausgleich zum kreativen, kognitiven Part.

Auf deinem Blog schreibst du: „Ohne Musik? Ohne mich!“. Welcher Song läuft bei dir gerade non-stop rauf und runter?
Neu entdeckt habe ich das Lied „Sorrow“ von The National. Das läuft momentan rauf und runter. Generell ein Muss sind HVOB, Monolink, Sohn und vieles vieles mehr.

Zum Abschluss für unsere Leser: Deine Tipps, um eine große Reichweite auf Insta zu erreichen und diese zu vergrößern?
Regelmäßig posten. Instagram liebt das und belohnt dafür auch gerne. Auch wichtig ist, dass die Posts einen Mehrwert für die Leser haben. Schöne Bilder und ansprechende Texte, die zum Kommentieren einladen. Im Ganzen sollte es einfach hochwertiger Content sein. Und auch wichtig: dranbleiben. Auch wenn man manchmal das Gefühl hat, dass sich nichts bewegt. Das ist ganz normal.