Insta Profil des Monats: @bettina___h

Travel, Outdoor

Alter: 26 / Wohnort: Rosenheim
Medizintechnik Ingenieurin in Teilzeit

Thailand, Frankreich, Schweiz – was kommt als Nächstes? Die Fotografin Bettina ist mit ihrer Kamera überall unterwegs. Auf ihren Reisen hält sie die eindrucksvollsten Momente fest und teilt sie mit ihren Followern auf Instagram. Was sich so einfach anhört, ist in Wahrheit aber harte Arbeit. Ihre freien Minuten, neben ihrer Tätigkeit als Medizintechnik Ingenieurin, widmet Bettina ganz ihrer Leidenschaft…

Durch ihre Liebe zum Reisen kam sie zur Fotografie. Nun ist die Arbeit mit der Kamera nicht mehr aus ihrem Alltag wegzudenken. Mit kreativen Ideen, dem fotografischen Know-How und dem richtigen Auge beeindruckt Bettina, mit ihren Bildern, Menschen auf der ganzen Welt. Wie sie alles unter einen Hut bekommt und was ihr daran besonders gefällt lest ihr hier im Interview…

Hallo Bettina – super, dass es mit dem Interview geklappt hat! Du hast beeindruckende Aufnahmen auf deinem Instagram-Profil. Wie hat das alles für dich angefangen?
Hi , freut mich auch sehr! Die Fotografie hat mir schon immer Spaß gemacht, auch wenn es nur einfache Handyschnappschüsse gewesen sind. Die ernsthafte Fotografie kam tatsächlich durch mein damals neu entdecktes Hobby Wandern. Da wollte ich die tollen Aussichten festhalten und mehr aus den Fotos rausholen. Während des Studiums haben mir einfach die Zeit und das Budget für die Fotografie gefehlt.

Deine Schwerpunkte liegen primär in den Bereichen Natur- und Landschaftsaufnahmen. Weshalb? Was reizt dich immer wieder daran?
Ich liebe es einfach draußen zu sein und tatsächlich etwas zu erleben. Es gibt so viele Influencer in den verschiedensten Nischen, aber was mich an der Landschafts- und Outdoor Nische so reizt sind die tollen Erlebnisse, die dahinter stecken. Die wunderschönen Orte, die man entdeckt und die Mühe und der Aufwand der investiert werden muss, um ein solches Bild entstehen zu lassen. Mitten in der Nacht aufstehen und bei Wind und Wetter im Dunklen, schwerstbepackt sich einen Berg rauf zu kämpfen, um dann einen Sonnenaufgang fotografieren zu können – das sind doch Geschichten an die man sich gerne erinnert. Ich komme einfach immer wieder an meine Grenzen und dadurch nehme ich persönlich sehr viel mit.
Mit einer Reichweite von 107.000 Followern ist dein Instagram-Profil echt erfolgreich – wie erklärst du dir das?
Ich denke, dass der Outdoor Sektor einfach sehr viele Menschen derzeit begeistert. Wandern ist jetzt nicht mehr uncool und langweilig. Ich höre oft, dass meine Bilder eine Inspiration waren, um an bestimmte Orte zu reisen oder diese und jene Wanderung zu machen, oder um überhaupt mal zum Wandern zu gehen.

Wie gehst du bei der Erstellung eines neuen Beitrags in IG vor? Hast du bestimmte Kriterien, die deine Beiträge erfüllen müssen, damit sie auf deinem Profil landen?
Ja natürlich gibt es da ein paar Kriterien. In erster Linie ist es mir wichtig nur qualitativ hochwertige Fotos hochzuladen. Darüber hinaus, sollten sie optisch in das Gesamtkonzept – also in den Feed – passen. Da spielt das Motiv und die Farben des Fotos eine wichtige Rolle. Ansonsten habe ich ja schon vor und während dem Fotografieren eine bestimmte Vorstellung, was am Ende dabei rauskommen soll, daher muss ich nicht so arg aussortieren.

Durch dein Profil bist du ständig an den unterschiedlichsten Orten unterwegs. An welchem Ort hat es dir denn besonders gefallen und warum?
Ein Land wo es mich immer wieder hin zieht ist die Schweiz. Ich liebe die unterschiedlichen Regionen und die vielen tollen Orte, auf einer relativ kleinen Fläche, wenn man die Schweiz jetzt zum Beispiel mit den USA vergleicht. Von Appenzell, bis hin zu Zermatt und Tessin – einfach ein Traum.
Zwei Aussichten bei denen ich tatsächlich sprachlos war, waren zum einen als ich das erste Mal einen Blick auf Mont-Saint-Michel werfen konnte und zum anderen am Ende einer Wanderung als ich den Canyon im Zion National Park von oben sehen konnte.

Du bist bei Instagram sehr aktiv. Wieviel Zeit investierst du denn genau dafür?
Das kommt natürlich darauf an, was man alles dazu zählt. Gehören die Fahrt zum Wanderweg und das Wandern zum Aussichtspunkt auch dazu? Oder erst wenn ich das Bild bearbeite?
Oder wenn ich das Foto tatsächlich hochlade und mir eine Caption dazu überlege. Zählt die Zeit, bei der ich einfach nur so Fotos von anderen auf Instagram anschaue und kommentiere auch? Das ist sehr schwierig abzuschätzen, es ist auch abhängig vom Foto selbst. Es gibt Bilder, die aus mehreren Fotos zusammengesetzt sind und dementsprechend sehr zeitaufwendig zu bearbeiten gewesen sind. Es gibt auch Fotos auf die ich meinen eigenen Filter anwende und nach einer Minute sozusagen fertig bin.

Was schätzt du als Fotografin an der Plattform Instagram und gibt es noch weitere Soziale Netzwerke auf denen du deine Bilder verbreitest?
Ich schätze es sehr, dass es immer noch ein soziales Netzwerk ist. Ich habe so viele Menschen kennengelernt, die ich jetzt sonst nicht kennen würde. Ich habe tolle Momente erlebt, die ohne Instagram nicht passiert wären. Auf anderen Plattformen bin ich nicht aktiv.

Die Fotografie läuft bei dir als Nebengewerbe. Könntest du dir vorstellen, deinen aktuellen Job komplett aufzugeben?
Ich kann es mir ehrlich gesagt nicht vorstellen und möchte es auch gar nicht. Ich habe viel Zeit und auch Geld in mein Bachelor und Masterstudium gesteckt und habe klare Karriereziele in meinem Hauptberuf. Ich bin sehr dankbar dafür beides ausüben zu können und es auch gut unter einen Hut bringen zu können.

Wie sieht dein Equipment aus? Was hast du bei deinen Aufnahmen und Reisen immer dabei?
Ich fotografiere mit meiner Sony a7iii und dem 16-35 f2.8 GM und der Mavic Pro Drohne von DJI.
Viele Schnappschüsse für Stories halte ich aber auch mit meinem iPhone fest. Ansonsten sind die üblichen Verdächtigen auch mit von der Partie: Stativ, Filter, Fernauslöser, etc.

Während deinen Reisen bist du oft mit der Kamera unterwegs. Ist ein Urlaub ohne Kamera und Equipment für dich überhaupt noch denkbar?
Da ich schon immer gerne fotografiert habe während meinen Urlauben, ist die Kamera meistens dabei. Der einzige Unterschied ist, dass ich früher eben mit dem Handy fotografiert habe und nicht mit einer professionellen Kamera.

Auf vielen Beiträgen bist du auch selber zu sehen. Wer hilft dir bei solchen Bildern?
Oft hilft mir mein Partner dabei, er ist ja hauptberuflich Fotograf und Filmemacher. In den Anfängen habe ich auch mit Stativ und Selbstauslöser gearbeitet. Und seitdem ich einige Freunde über Instagram gefunden habe, helfen mir auch andere Fotografen. Man wechselt sich dabei eigentlich immer ab. Erst wird der eine fotografiert, dann tauscht man die Positionen. In den seltenen Fällen, in denen meine Freunde, die nicht fotografieren, sich dazu entscheiden mich auf eine Tour zu begleiten, geben auch sie ihr Bestes.

Welche Reise oder welcher Ort steht als nächstes ganz oben auf deiner Liste? Und warum?
Ich bin jetzt erstmal bis Ende Januar in Thailand bei meiner Familie. Von dort aus werde ich spontan mal hier mal da zum Fotografieren fahren oder fliegen – in und um Thailand.