Insta-Profil des Monats: @nat_al_ie

Portugal, Südafrika und Dubai – es scheint, als hätte Natalie Gadorosi
jeden Kontinent und nahezu alle interessanten Ländern bereist. Ihre Passion für Abenteuer und angesagte Styles teilt sie mit ihren ˜55k Follower auf Instagram. „Come get lost with me“ fordert die Stuttgarterin und inspiriert so mit überragender Fotoqualität, interessanten Storys und Orten, die zum Träumen einladen.

@nat_al_ie
Alter: 29
Wohnort: Stuttgart
Beruf: Designerin

Hi Natalie! Danke für Deine Zeit. Schaut man sich so dein Profil an, bekommt man richtig Lust auf Meer, Palmen und fremde Kulturen. Wann begann denn deine Leidenschaft für’s Reisen?

Hallo, es freut mich sehr. Ja viele denken tatsächlich, dass ich 365 Tage im Jahr unterwegs bin. Leider sieht die Realität momentan noch ein bisschen anders aus, da ich Vollzeit als Designerin in einer Agentur in Stuttgart arbeite. Die Leidenschaft fürs Reisen begann ungefähr vor zwei Jahren, als ich das erste Mal mit meinem Freund nach Asien bin.

Du bist meist mit deinem Freund @julian_roxburry unterwegs, der die Fotos von dir schießt. Habt ihr euch auch über eure Social Media-Tätigkeit kennengelernt?

Nein tatsächlich kennen wir uns schon seit der Schule, haben aber die Liebe zum Reisen schon damals gehabt, nur da war es eben noch einfach ohne Kamera.Was war bisher deine schönste oder sagen wir mal: prägendste Reise – auch fernab von Instagram?

Vorab – jede Reise war auf ihre Art und Weise unglaublich schön. Aber das absolute Highlight war erst im September letzten Jahres. Wir waren auf Safari in Südafrika und das war unser beider Wunsch schon seit vielen Jahren. Deswegen wollen wir auch unbedingt schnell wieder dorthin reisen.

Fällt dir manchmal auch das Heimkommen von Reisen ein wenig schwer? Mauritius, Bali und Marrakesch sind ja schließlich komplett andere Welten als Stuttgart im Schwabenländle…

Ja auf jeden Fall, ich habe direkt nach einem Tag, nein eigentlich schon nach einer Stunde, wieder Fernweh. Aber natürlich freue ich mich immer wieder auf meine Familie und meine Freunde.

Wie gehst du eigentlich bei der Suche nach neuen, coolen Reisezielen vor? Hast du eine Travel-Bucketlist, die du abarbeitest?

Natürlich lassen wir uns viel über Instagram, Pinterest und Co. inspirieren und haben schon viele Ort nur deswegen besucht. Aber meistens wissen wir sowieso schon wo wir uns am wohlsten fühlen und das sind eindeutig Palmen, Strand und blaues Meer.

An welchem Ort würdest du dauerhaft leben wollen und für wie realistisch hältst du es, dass du in Zukunft mal für längere Zeit im Ausland lebst?

Defintiv Bali!! Und das halte ich tatsächlich für sehr realistisch. Das ist unser beider Traum, den wir bald in Erfüllung gehen lassen wollen. Mal schauen, vielleicht sogar schon in diesem Jahr 😉

Deinen ersten Beitrag auf Insta hast du 2014 hochgeladen. Es scheint, als hättest du das eher „just for fun“ gemacht – denn erst 2016 wurden die Bilder professioneller und deine Social Media-Präsenz stärker. Was hat sich in der Zeit verändert?

Ja tatsächlich war das alles damals „just for fun“. So wie jeder, hatte auch ich mich eben irgendwann mal auf Instagram angemeldet. Unsere erste Reise und alles was danach an Reisen kam hat viel verändert. Wir haben professionelles Kameraequipment gekauft, die ersten Kooperationspartner gehabt und so kam eins zum anderen – ohne dass wir das damals wirklich unbedingt geplant hatten.

Mit rund 55k Followern gehörst du zu den größten und erfolgreichsten Travel-Bloggern im Stuttgarter Raum. Wann und wie hast du eigentlich so richtig bemerkt, dass die Liebe zum Reisen und zur Fotografie auch ein Business für dich werden könnte?

Das Reisen habe ich schon immer geliebt, aber noch stärker ist das durch meinen Freund Julian gekommen. Er war schon früher als kleiner Junge, gefühlt auf der ganzen Welt unterwegs und das hat mich angespornt auch einmal die Welt zu sehen. Und gemeinsam geht das natürlich noch viel besser. Und die Fotografie hat dann eben eher Julian inspiriert und somit haben wir gemeinsam eine Leidenschaft gefunden, die wir super gerne machen und nun auch als echten Beruf bezeichnen können.

Wie erklärst du deinen Erfolg und was denkst du, was dich gegenüber anderen Travel-Bloggern auszeichnet?

Ich denke was mich vielleicht von anderen abhebt – obwohl ich abheben als Wort schwierig finde, da es heutzutage unglaublich viele und tolle Travelblogger gibt – dass ich einfach ich geblieben bin. Ich habe meinen Vollzeitberuf als Designern und auch sonst ein ziemlich gewöhnliches Leben, auch wenn das durch Insta nicht immer so erscheint.

Du kooperierst mit Schmuckfirmen, Hotels und Parfümproduzenten.
Welche Ansprüche stellst du an die Zusammenarbeit mit Kooperations-partnern? Wann nimmst du eine Kooperation an?

Das A und O ist für mich, ob ich zu dieser Marke auch gut passe. Deswegen suche ich mir diese auch ganz gezielt aus. Daher nehme ich auch nur dann
gezielt Aufträge an, wenn ich wirklich komplett dahinter stehe. Mein größter
Anspruch ist auf jeden Fall die Qualität der Bilder, die wir den Kooperations-partner zur Verfügung stellen, hier stecken wir wirklich die meiste Zeit rein.

Du bist ja nicht nur auf Instagram aktiv, sondern schreibst zudem auch auf deinem eigenen Blog „Natiga by Natalie“ etwas ausführlicher über eure Reiseerfahrungen. Beschäftigst du dich mehr mit Insta oder deinem Blog?

Beides ist ja letztendlich sehr zeitintensiv. Momentan bin ich deutlich aktiver auf Instagram, mein Blog ist momentan noch eher nicht so aktiv. Dies soll sich
aber 2020 ändern, hier möchte ich mehr Zeit investieren, meine Reisetipps teilen und auch meinen Shop weiteraufbauen, wo wir momentan Taschen aus
Borneo verkaufen, um den Regenwald und die Orang Utans vor Ort zu unterstützen. Hier sollen noch weitere Dinge wie beispielsweise Presets bald
erhältlich sein.

Auf deinen Social Media-Kanälen beschäftigst du dich ja nicht nur mit dem Reisen, sondern auch mit Themen wie Fashion und Food.
Woher kommt deine
Inspiration?

Hauptsächlich durch andere Blogger auf Instagram. Das ist wirklich die Plattform für meine Inspiration.

Du betreibst auch noch einen Onlineshop. Wie bist du auf die Idee gekommen, Beach-Accessoires zu vermarkten?

Wir verkaufen Rucksäcke, die handgemacht aus Borneo stammen. Wir haben diese letztes Jahr auf unserer Reise in Bali entdeckt. Dort haben wir einen Mann kennengelernt, der uns von der Geschichte erzählt hat und da wir selbst schon das Jahr zuvor auf Borneo waren und dort eine Dschungeltour gemacht haben – um noch einige der wenigen wilden Orang Utans zu finden – kam uns die Idee die Taschen online zu verkaufen. Bei jedem Verkauf einer Tasche geht ein Teil davon an die Orang Utan Foundation nach Borneo.

Das Thema „Flugscham“ ist gerade in aller Munde.
Wirst du damit konfrontiert?

Bisher wurde ich noch nicht über Instagram konfrontiert. Aber natürlich mache ich mir selbst immer viele Gedanken zu diesem Thema. Ich versuche
natürlich wo es geht, möglichst Klimaneutral zu reisen. Für den Weg zur Arbeit nutze ich natürlich Öffentliche Verkehrsmittel und steige bei kurzen
Strecken auf Zug oder Auto um. Ich hoffe, dass es bald für besonders lange
Strecken eine bessere Alternative geben wird.

Zu guter Letzt: Welche Orte möchtest du unbedingt noch bereisen?
Bora Bora!! Das wäre ein Traum, aber vielleicht klappen auch dieses Jahr
erstmal die Malediven, wir wollen ja klein anfangen 😉